Elo® von der Schatzinsel

Die Geburt

 

Ab dem 17.01.2016 haben wir gewartet, dass es losgeht und am späten Nachmittag des 21.01.2016 war es dann soweit: Paula begann zu hecheln und wir wußten, bald wird es losgehen.

Gegen 22:00 Uhr, also aus Geburtstechnischer Sicht relativ schnell, wurde dann nach wenigen kaum sichtbaren Presswehen ein Baby geboren. Es war aber noch nicht voll entwickelt und leider auch nicht lebensfähig.

Paula hechelte weiter, doch lange tat sich nichts. Dann, um 2:53 Uhr, kam auch wieder nach kaum sichtbaren Presswehen ein kleines Mädchen zur Welt. Es war Leia. Sie wurde von Mama umsorgt, geputzt und massiert.

Wir warten weiter und da wir eigentlich keine Wehentätigkeit beobachten konnten, begannen wir ca. zwei Stunden später, Paula homöopathisch zu unterstützen. Das brachte jedoch im Gegensatz zu unseren bisherigen sehr positiven Erfahrungen überhaupt nichts.

So entschlossen wir uns am frühen Morgen des 22.01.2016, in der Tierklinik Dr. Berger in Heede anzurufen. Mit der Tierklinik hatten wir schon gute Erfahrungen gemacht, denn als wir zum Jahreswechsel 2013/14 hier in Dankern in Urlaub waren und Emma ihren Wurf verlor, erhielt Emma dort optimale Unterstützung.

Telefonisch berichten wir die Lage, dass die Geburt stockte und wir keine Wehentätigkeit beobachten könnten. Natürlich sollten wir sofort mit Paula und Leia in die Klinik kommen.

Wir packten also eine warme Welpenbox mit dicken Decken und Wärmflaschen für Leia und fuhren so mit Paula und Leia in die Klinik. Kaum saßen wir im Wagen, als Paula Presswehen bekam und tatsächlich war nach wenigen Augenblicken ein Welpe, ein Rüde da. Allerdings konnten wir nicht erkennen, welcher, da die Jungs bis auf Laico, sich, insbesondere wenn sie feucht und damit dunkel waren, nur sehr schwer unterscheiden ließen.

In der Klinik angekommen, wurde Paula als erstes geröntgt, um zu sehen, ob es ein mechanisches Problem gab, warum die Welpen nicht auf die Welt kommen konnten. Dies war aber glücklicherweise nicht der Fall.

So entschied Frau Dr. Ostermann, Paula zuerst einmal zu stärken, sie bekam eine Glucose-Infusion, eine Dosis Kalzium sowie eine spezielle hochkalorische, leichtverdauliche Mahlzeit. Dann nach ca. einer halben Stunde bekam Paula eine Injektion mit dem Geburtshormon Oxytozin. Die Hoffnung war, dass dadurch eine normale Wehentätigkeit erzeugt werden könne und damit ein Kaiserschnitt zu vermeiden sei.

Und tatsächlich: innerhalb von einer dreiviertel Stunde wurden drei Welpen geboren. Wir störten Mutter und Kinder nicht, weshalb wir auch nicht wissen, welche Welpen es waren. Es waren nun fünf Welpen geboren und wir gingen aufgrund des Röntgenbildes davon aus, dass noch drei Babies im Bauch von Paula auf die Geburt warteten.

Da keine weitere Wehentätigkeit sichtbar war, entschied Frau Dr. Ostermann noch eine Dosis Oxytozin nachzuspritzen.

Kurze Zeit später setzten die Wehen wieder ein und nach und nach wurden noch zwei Babies geboren. Um sicher zu sein, dass noch ein Baby im Bauch sei, wurde Paula noch einmal geröntgt. Dabei wurde sichtbar, dass nicht noch ein sondern noch zwei Babies auf die Geburt warteten.

Paula ging es nach wie vor gut und es bestand kein Grund zur Sorge. Deshalb übten wir uns "einfach" in Geduld und tatsächlich wurde als vorletzter Laico sowie als letztes eins der kleinen Mädchen geboren.

Alle Welpen wurde intensiv beleckt, gesäubert und massiert. Nachdem Paula sich etwas ausgeruht und Frau Dr. Ostermann alle Welpen untersucht hatte, wurden wir glücklich entlassen.

Zuhause angekommen zog Paula sofort mit den Babies in die vorbereitete, gesäuberte Wurfbox in unser warmes Schlafzimmer ein.

Wir sind sehr froh, dass Frau Dr. Ostermann und Frau Greßmann aus der Tierklinik Dr. Berger uns die ganzen Stunden über so toll betreut haben, sehr professionell mit Ruhe und Geduld und immer das Wohl von Mutter und Kindern im Auge. Vielen, vielen Dank!